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Die R3 besucht die Caricatura

Am Dienstag, den 25.06.19, haben wir mit Frau Lüsse, unserer Deutschlehrerin, die Caricatura in Kassel besucht.

Wir trafen uns um 17:00 Uhr am Hauptbahnhof Kassel und um 17:15 Uhr begann unsere Führung. Vorher unterschrieben wir alle eine Karte, um uns bei der Kasseler Sparkasse zu bedanken, die die Eintrittskarten und die Führung für Kasseler Schulen gesponsert hat. Nach der Führung sollten wir nochmal jeder für sich durch die Ausstellung gehen und unsere Lieblingskarikatur fotografieren.

Geleitet wurde die Führung von Saskia Wagner, welche Teil der Geschäftsleitung ist. Zu Anfang erzählte sie uns etwas über die Institution. Zum Beispiel, dass die erste Ausstellung 1987 parallel zur documenta stattfand und dass die Räumlichkeiten früher von der Bahn als Lager genutzt wurden. Außerdem haben wir erfahren, dass vier Ausstellungen im Jahr stattfinden.

Die Ausstellung, die wir besucht haben, trug den Namen "Deutschland dreht durch". Anlass der Ausstellung war der siebzigste Geburtstag des Grundgesetzes. Es war eine Gruppenausstellung von insgesamt 41 Künstlern. Inhalte waren unter anderem Meinungsfreiheit, Pressefreiheit etc.

Den Anfang der Führung haben die Karikaturen über Wahlen gemacht. Danach kamen Themen wie Gender, Deutsche Einheit, Flüchtlinge, AfD etc.

Frau Wagner erklärte uns ebenfalls, dass eine Karikatur daran zu erkennen ist, dass sie eine Text- und Bildebene hat. Außerdem hat sie uns nochmal darauf aufmerksam gemacht, dass Karikaturen zwar lustig dargestellt und zum Lachen sind, sie allerdings auch auf das ernste Thema, welches dargestellt wird, aufmerksam machen sollen.

Es wurden ebenfalls Fragen von unserer Klasse gestellt, welche Frau Wagner kompetent beantwortet hat.

Frage: Wie lange dauert es, eine Ausstellung vorzubereiten?

Antwort: Das kommt ganz darauf an, wie umfangreich die Ausstellung wird. Zu dieser Ausstellung wurde ebenfalls ein Buch entwickelt, wodurch die Vorbereitung ein wenig länger gedauert hat. Aber im Durchschnitt dauert die Vorbereitung ca. ein dreiviertel Jahr.

Frage: Wurden schon mal Karikaturen gesendet, die abgelehnt wurden?

Antwort: Es ist bis jetzt noch nicht vorgekommen, was zum einen daran liegt, dass die Zeichnerszene sehr zurechnungsfähig ist und zum anderen, dass die Caricatura die Künstler selber aussucht und Kunst anfragt.

Abschließend haben wir in der Eisdiele auf dem Vorplatz des Bahnhofs uns unsere Lieblingskarikaturen gezeigt und darüber gesprochen, warum wir gerade diese ausgesucht hatten.

Unser Fazit: Der Besuch der Caricatura ist sehr zu empfehlen (besonders wenn man die Möglichkeit hat, diese kostenlos zu besuchen).

(Louisa Bönning und Samir El-Haouari)

 

Theaterbesuch der R3 im tif

Am Mittwoch, den 03. 04. 2019 gingen wir mit Frau Lüsse, unserer Deutschlehrerin, zum tif-Theater in das Stück "Konsens". Um 19:30 Uhr begann das Stück und alle schauten gespannt auf die Bühne.

Das Stück handelt von einer Frau namens Gayle, die vergewaltigt wird und vor Gericht um ihr Recht kämpft. Die beiden befreundeten Anwälte Edward und Tim bekriegen sich auf verschiedenen Seiten wegen des Falls. Doch je länger Gayles Verfahren verhandelt wird, desto mehr gerät auch das Privatleben der beiden Anwälte aus den Fugen. Jake, ebenfalls Anwalt, wird gerade von seiner Frau verlassen, welche er immer wieder aufs Neue betrogen hat. Nachdem Kitty ihrem Ehemann Edward gebeichtet hat, dass sie ihn mit Tim betrogen hat, in den sie sich verliebt hat, will Edward sie aus Wut und Verzweiflung durch Geschlechtsverkehr zum Bleiben bewegen. Dieser Akt stellt sich jedoch als Vergewaltigung heraus. Auf welcher Seite stehen die gemeinsamen Freunde in der privaten Sache zueinander?

Unserer Meinung nach war das Stück "Konsens"durch die Atmosphäre, die schauspielerische Leistung und durch die Art, wie die verschiedenen Handlungsstränge erzählt wurden, sehr gelungen. Allerdings hätten wir uns ein nicht so offenes Ende gewünscht. Abgesehen davon hat es uns sehr gut gefallen und wir können es nur weiterempfehlen.

(Geschrieben von Louisa Bönning und Jessica Ritschel)

Romeo und Julia im Staatstheater Kassel - Bericht der R3b

Im Dezember 2018 wurde das Stück „Romeo und Julia“ im Staatstheater Kassel aufgeführt. Die Schüler der Klasse R3b aus der Abendschule Kassel waren dort zu Besuch. Vor der Theateraufführung fand ein kurzer Vortrag über das Stück „Romeo und Julia“ von William Shakespeare statt. Für das leibliche Wohl wurde bestes gesorgt, denn es gab frische Brezeln, Snacks und verschiedene Getränke. Die Schüler waren neugierig auf das Theaterstück „Romeo und Julia“ und insgesamt herrschte eine vertrauliche und angenehme Atmosphäre.

Dann begann die Aufführung: Romeo ist unglaublich in Julia verliebt und seine Freunde versuchen mit allerhand derbem Spott, ihn seiner Melancholie zu entreißen. Julia ist unglücklich, weil ihre Mutter sie mit einem anderen Mann verheiraten möchte. Und die Familien der beiden, die Montagues und die Capulets, pflegen eine rachsüchtige Familienfeindschaft. Trotz der Feindlichkeiten ist die Liebe der beiden so stark, dass sie ohne einander nicht mehr leben wollen. Als das Stück zu Ende war, applaudierten die Gäste ziemlich lange, was darauf schließen lässt, dass das Stück sehr gut ankam.

Die persönliche Meinung von der Klasse R3b war eher negativ, weil in der Aufführung viel ins Lächerliche gezogen wurde. Außerdem waren einige Szenen untypisch und langweilig für „Romeo und Julia“. Allerdings hatten die Schauspieler eine gute Leistung gebracht. Sie hatten ihre Rolle nicht nur gespielt, sondern gelebt.

Zusammengefasst kann man sagen, dass der Abend angenehm und erlebnisreich war.

Ein ganz großer Dank geht an den Förderverein, der die Eintrittskarten gesponsert hat.

Verabschiedung & Zeugnisausgabe

Am 19. Juni 2018 fand die Zeugnisausgabe und Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen der Lehrgänge Abendhaupt- und Abendrealschule sowie des Abendgymnasiums statt. Insgesamt erhielten 42 Personen ein Abschlusszeugnis. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Palzer überreichten die Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen den Studierenden ihre Zeugnisse. Daneben würdigte der Förderverein der Abendschule Studierende mit herausragenden schulischen Leistungen oder besonderem sozialen Engagement mit einem Buchpreis. Verabschiedet wurden die H2 von Frau Lüsse, die R4a von Herrn Huber, die R4b von Frau Schlüter sowie die Q2 von Herrn Thomas. Wir wünschen unseren Absolventen und Absolventinnen alles Gute!

Infoveranstaltung der Abendschule und des Hessenkollegs Kassel

Am 20. Januar 2018 warben Lehrkräfte und Studierende der Abendschule Kassel und des Hessenkollegs für das Bildungsangebot ihrer Schulen. Hierzu wurde eigens ein Werbestand am Königsplatz aufgebaut, um Interessenten direkt ansprechen zu können. Die Aktion wurde gut angenommen und sorgte für Spaß bei allen Beteiligten trotz niedriger Temperaturen; nicht zuletzt dank mitgebrachter Kekse und heißem Tee.

"A Christmas Carol" by Charles Dickens - A review written by Johannes Singer (E2)

On Friday, the 8th of December 2017, several classes of the Abendschule für Erwachsene Kassel went to the Staatstheater Kassel and watched the play “A Christmas Carol“ by Charles Dickens performed by the “American Drama Group“.

In the beginning, I would like to mention what the play deals with.

On the occasion of the upcoming Christmas holidays, Scrooge, the protagonist, puts his worst instincts on display around his friends and family and behaves in a very nasty way. He hates Christmas and does not want to participate in the Christmas preparations. When going to bed one day before Christmas, an old friend appears as a ghost and shows him the consequences of his behaviour. His old friend is followed by some other ghosts. It seems obvious which fate he is about to expect.  

First of all, the actors were great. They acted with a lot of humour. For example, the door of Scrooges house was played by an actor and he even imitated the noise of the old squeaky door. That was a very funny moment and the audience laughed.

Another important aspect is that the play was not too sentimental. At one moment, it was a bit sad. Furthermore, the scenery was very versatile. Also, the actors did a great job, because they played more than one role. In conclusion, I would say, I am happy that I spent my time in the play and I hope we can do more trips like that with our class!

We also would like to express our thanks to the Förderverein der Abendschule Kassel for supporting us with the entrance fee.  

Veranstaltungen zum 70-jährigen Schuljubiläum im Juli 2016

Die Abendschule Kassel feierte im Jahr das 70-jährige Bestehen des Abendgymnasiums. Für unsere Schulgemeinde bot sich daher der Anlass, dieses Jubiläum gebührend zu begehen. Als eine der ältesten Einrichtungen der schulischen Erwachsenenbildung in Hessen wollten wir im Rahmen der Feierlichkeiten auf die Entwicklung unserer Schule, die inzwischen neben dem gymnasialen Bildungsgang auch einen Realschul- bzw. einen Hauptschulzweig anbietet, zurückblicken. Gleichzeitig sollte auch ein Blick in die Zukunft der schulischen Erwachsenenbildung in Hessen im Allgemeinen und in unserer Stadt und Region im Besonderen gewagt werden.

So wurde nach umfangreicher Vorbereitung durch das Kollegium und die Studierendenvertretung neben einem großen Schulfest auch eine Podiumsdiskussion unter dem Motto „70 Jahre Abendgymnasium Kassel – Herausforderung für die Zukunft der schulischen Erwachsenenbildung“ veranstaltet, auf der wir mit geladenen Gästen über ausgewählte Themen ins Gespräch kommen wollten. Dieser offizielle Teil der Feierlichkeiten, welcher am 8. 7. 2016 in der Aula des Schulgebäudes stattfand, bot nach kurzem Empfang und Begrüßung durch unseren Schulleiter, Herrn Palzer, den Gästen aus Politik und Schulverwaltung gemeinsam mit Vertretern der Studierendenschaft die Möglichkeit, über dringende Fragen der Weiterentwicklung der schulischen Erwachsenenbildung in (Nord)hessen zu diskutieren. Die thematischen Schwerpunkte lagen dabei bei Herausforderungen der Umsetzung neuer curricularer Vorgaben, der geplanten Zusammenlegung der Abendschule mit dem Hessenkolleg Kassel sowie den Chancen und Möglichkeiten der neu eingerichteten Sprachförderkurse für Migrantinnen und Migranten. Die von unserem stellvertretenden Schulleiter, Herrn Gebhard, geleitete Diskussion verlief konstruktiv und bot interessante Ausblicke in die Zukunft unserer Schule bzw. der Schulform der Schulen für Erwachsene in Hessen.

Rund eine Woche später wurde dann am letzten Schultag des Schuljahres, dem 14. 07. 2016, ein großes Schulfest begangen. Hierbei standen zunächst die Absolventen der einzelnen Bildungsgänge im Vordergrund. Nachdem die Semesterzeugnisse in den einzelnen Klassen verteilt worden waren, traf sich die Schulgemeinschaft gemeinsam mit Angehörigen und Freunden/Bekannten der Absolventen in der Aula zur feierlichen Überreichung der Abschlusszeugnisse für die Abendhauptschüler/innen, Abendrealschüler/innen sowie die Studierenden des Abendgymnasiums (Fachhochschulreife und Abitur). So wurden insgesamt vier verschiedene Abschlüsse gefeiert. Nach musikalischer Untermalung sowie teils deutlich humorigen Ansprachen durch die jeweiligen Klassenlehrer bzw. Vertreter/innen der Klassen, hielt man nun endlich die heißbegehrten Zeugnisse in den Händen und konnte sich stolz auf die Schultern klopfen.

Im Anschluss fand ein großes Hoffest auf dem Schulhof des Schulgeländes statt, bei dem man es sich bei heißen Würstchen, leckeren von der Studierendenschaft gespendeten Kuchen sowie heißen und kalten Getränken gemütlich machen konnte. Auch musikalisch wurde einiges geboten. Die Musikgruppe „Rockpoeten“ aus Kassel bot ein ansprechendes Programm aus Rock- und Popklassikern, welche im „Unplugged-Stil“ vorgetragen wurden.

Aber auch die Studierenden hatten gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern so manches vorbereitet. In der Vorwoche waren im Rahmen von Projektarbeit interessante Ergebnisse entstanden, welche man in den Räumlichkeiten des Erdgeschosses besichtigen konnte.

Der Schwerpunkt der Projekte lag dabei auf verschiedenen gesellschaftlichen oder technischen Entwicklungen in den 7 Jahrzehnten, während derer unsere Schule bislang existiert hat, welche in unterschiedlichen Darstellungsformen je nach Fach reflektiert worden waren. So gab es so unterschiedliche Projekte, wie z. B. die Darstellung der „Entwicklung vom Walkman zum Mp3-Player“ oder auch die „Entstehung des Rap und HipHop unter sprachlichen Gesichtspunkten“. Auch ein Filmprojekt, welches den Alltag eines Studierenden unserer Schule reflektierte, gab es zu bewundern. Der Förderverein hatte zusätzlich gemeinsam mit Studierenden und der Lehrerschaft eine große Tombola organisiert, bei der attraktive Gewinne auf die jeweiligen Loseigentümer warteten. Hier gab es so manche Überraschung und Freude über das eine oder andere Glückslos. Als Beispiel sei hier nur der Hauptpreis, ein gebrauchter Laptop, erwähnt, über den sich der Gewinner verständlicherweise besonders freute.

So gestaltete sich der Abend abwechslungsreich und anregend, bevor man sich in die wohlverdienten Sommerferien verabschieden konnte. Wir wollen uns an dieser Stelle ausdrücklich für das große Engagement der Studierendenschaft sowie des Fördervereins bei der Organisation sowie der Umsetzung des Schuljubiläums bedanken. Hoffen wir in diesem Sinne, dass es noch viele Jubiläen an unserer Schule zu feiern geben wird.

 

© Jan Thomas

Podiumsdiskussion
Schulfest
Schulfest

Poetry Slam an der Abendschule Kassel

  • Macri und Römer

Mittwoch, 4. März 2015 mit Felix Römer und Dominique Macri
Aufgrund mehrfacher Nachfrage aus einzelnen Kursen stand es nun endlich fest: Poetry Slam soll auch an die Abendschule Kassel kommen. Und so kam es dann auch. An einem regnerischen Mittwochabend, mitten im Semester, trafen sich Schüler und Lehrer in der Aula, um den Slammern Felix Römer und Dominique Macri ihr Gehör zu schenken. Nachdem jeder in der großen Aula einen Platz gefunden hatte, stellten sich die beiden Poeten vor und baten um unser Mitwirken. Gesagt, getan. Mit “Es ist schön”, einem Text, welcher vom Mitmachen profitiert, zogen Felix und Dominique unsere Aufmerksamkeit auf sich. Um Poetry Slam für alle verständlich zu machen, erklärten sie uns, worum es sich dabei eigentlich handelt.

Daher auch hier eine kurze Erklärung von mir in Form eines gekürzten Gedichts:
“Poetry Slam, Dichterwettstreit, Dichterschlacht, - wer hat sich solche Namen ausgedacht?-
ist eine Art des Vortragswettbewerbs, bei der ein Dichter, nur der beste, wohlbemerkt,
von Publikum und Richtern wird benannt.
Und zwar überall, denn weltweit sind die Menschen wortgewandt.
- Doch dass nicht nur Deutsche dichten können, ist euch sicherlich bekannt. -

Der Ursprung in Chicago und die 90er, wer hätt’s gedacht,
haben diese Form des Wettbewerbs recht zügig auch zu uns gebracht.
Und ist bis heute, abgesehen vom Englischen, am häufigsten in deutscher Sprache angewandt.
Und wie bei jedem Wettbewerb, hat auch beim Poetry Slam, wenn auch nur ein kleines, Regel-
werk Bestand.

Nur selbstverfasste Texte sind erlaubt - wehe sie sind von irgendwo geklaut! -
Auch Requisiten sind verboten, sowie das Beleidigen von irgend’nem Idioten.
Und ist die vorgeschriebene Zeit, selbst mitten im Vortrag, schon erreicht,
ist es für den Poeten aus, hat er Pech, fliegt er deshalb schon raus.
Und mit Glück bekommt er trotzdem noch Applaus.
Nach der Erklärung ging es mit acht völlig unterschiedlichen Texten weiter, die mit ihrem Witz und ihrer Intensität jeden in seinen Bann zogen und faszinierten. Ein weite-res Highlight war der Auftritt von Letizia, einer jungen Poetin, die einst selbst an einem der angebotenen Workshops teilnahm und nun eines ihrer Werke vorstellt. Die Vorstel- lung endete abrupt mit dem zweiten Teil von “Es ist schön”. Die Vielseitigkeit der Texte und der Charme der Slammer machten es für alle angenehm, dem Treiben auf der Bühne zu folgen, und so war es für jedermann verwunderlich, wie schnell die Zeit doch verflogen war, und die Massen bewegten sich zurück in ihre Unterrichtsräume.

Ein kleiner Teil der Schülerschaft, die per Los ausgewählt wurde, hatte jedoch die Chance, am Poetry Slam Workshop teilzunehmen. Aus allen Klassen vertreten stellten wir uns zunächst kurz vor und gingen dann dazu über, einige Aufwärmübungen und Spiele zu machen. Nach der lustigen Ein-Wort-Geschichte und dem wirren Unterhalten über uns noch nicht bekannte Begriffe gingen wir dazu über, selbst kreativ zu werden. In 60 Sekunden alle Wörter aufschreiben, die uns einfallen, dann unsere drei liebsten auswählen und im Anschluss in 8,5 Minuten einen Text dazu verfassen. Die Anwesen- den stellten ihre Texte vor und tauschten sich aus. Alles in allem war es eine sehr lockere und entspannte Atmosphäre, die ein gemeinsames Arbeiten sehr angenehm machte. Doch wie alles, hatte auch dieser Workshop ein Ende, und so verließen wir nach einigen Verbesserungsvorschlägen und Anmerkungen um 21.45 Uhr die Schule - den Kopf voll mit bunten Gedanken.

Ich bedanke mich, im Namen der Schülerschaft, bei den Poeten und bei allen, die diesen wunderbaren Abend möglich gemacht haben, und hoffe, dass weitere solche Schulveranstaltungen folgen werden.
Saskia Dohrendorf

Goethes Urfaust

Bilder zur Aufführung des Urfaust
Fotos von N. Klinger

Ein Bericht von Saskia Dohrendorf (Vab1), 04.07.2014

Es ist Sommer, zwar nicht vom Wetter her, aber immerhin von der Jahreszeit, und wie bei allen Schulen ist auch die Luft an der Abendschule Kassel so kurz vor den Sommerferien raus. Um allen das Ende des Halbjahres angenehmer zu machen und auch als Vorbereitung auf die kommenden Methodentage entschied sich die Vab1 zu einem Klassenausflug.

Wir wollten uns ein Theaterstück anschauen, und damit es nicht 0815 werden sollte, entschieden wir uns für Goethes Urfaust - das diesjährige Sommertheater auf der Löwenburg. Um den perfekten Einstieg in das Stück zu bekommen, wurden wir zunächst von dem Theaterpädagogen Thomas Hof aus dem Staatstheater Kassel besucht, der uns den Urfaust und einige Praktiken der Schauspielerei nahebringen sollte. Das ist ihm auch gut gelungen, und so konnten wir einige Tage später gut gerüstet zur Löwenburg aufbrechen.

Nach Beendigung des Deutschunterrichts am Freitag, den 04.07.2014, brachen wir gemeinsam Richtung Löwenburg auf, wenn auch nicht alle auf demselben Weg ans Ziel kamen. Ob mit Bus, Bahn, Auto, Shuttlebus oder (wie einige von uns das Glück hatten) mit dem Schauspielerkleinbus - wir trafen allesamt pünktlich und bei noch immer klarem Himmel auf der Löwenburg ein.

Die Lokation war gut gewählt: auf einer großen Tribüne, die Löwenburg hinter uns und der Herkules zu unserer Rechten im Hintergrund, konnten wir alle das Theaterstück auf der Bühne und auch auf dem dahinter gelegenen Hang sehr gut beobachten.

Das Stück, im Groben, handelt von Faust, einem sehr ehrgeizigen und wissensdurstigen Mann, der einen Pakt mit Mephisto abschließt, um mit ihm zusammen die Welt zu erkunden und so zu erleben, wie Faust es sich vorstellt. Auf seinem Weg lernt er das unschuldige Bauernmädchen Gretchen kennen, verliebt sich in sie und schafft es, mit Hilfe von Mephisto, sie für sich zu gewinnen. Er schwängert das Mädchen und verlässt sie. Gretchen, die eigentlich die Gabe hatte, ganz im Reinen mit sich selbst zu sein, zerbricht daran und auch an der Tatsache, dass ein Großteil ihrer Familie den Tod fand. Nachdem sie ihr Neugeborenes ertränkt hat, wird sie weggesperrt und zum Tode verurteilt, und als Faust sein Gretchen retten will, ist es zu spät.

Abgerundet wird das Stück von einer Blaskapelle, welche die Stimmungen im Stück wiedergibt und die Schauspieler begleitet. Die Fragen "Was ist Erkenntnis, was ist Liebe, was ist Schuld? Und gibt es einen freien Willen?" legen das Fundament für dieses Stück und treiben den Zuschauer dazu an, den Sinn des Lebens zu hinterfragen und zu überlegen, ob er sein Leben "richtig lebt". Alles in allem ist das Stück, trotz seines Alters, humorvoll und unterhaltsam dargestellt worden, sodass es eine Freude war zuzugucken und zuzuhören, und daher ist es für jedermann zu empfehlen.

 

 

Infostände der Abendschule

Bericht von W. Eckert und M. Klagholz, März 2014

Anlass für den ersten Infostand der Abendschule war der „Tag der Erde“, der im Stadtteil Wesertor stattfand. Bei diesem Fest wird an einem Sonntag ein ganzer Straßenzug für den Verkehr gesperrt und es präsentieren sich neben Initiativen und Gruppen aus dem Ökologie- und Gesundheitsbereich auch Vereine und Institutionen aus dem jeweiligen Stadtviertel. Unser Stand wurde gut besucht, unter anderem von Ehemaligen, die von Klassenlehrern eingeladen worden waren. Nachmittags wurden wir bei herrlichem Sonnenschein von unzähligen Schmetterlingen umflattert, die das schulbiologische Zentrum direkt neben uns ausschlüpfen ließ. Für Kopfzerbrechen sorgte ein von unserer Kollegin Monika Kaiser entworfenes und künstlerisch gestaltetes Rätselplakat, auf dem die 22 Muttersprachen unserer Studierenden zu erraten sind. Die vom Förderverein bereitgestellten Preise waren sehr begehrt, besonders die beleuchteten Kugelschreiber mit dem Logo der Abendschule.

Nach diesem schönen Erfolg blieben wir dem Tag der Erde treu und bauten unseren Infostand in den folgenden Jahren in Nordshausen, Harleshausen, Marbachshöhe und im vergangenen Jahr in der Kölnischen Straße auf.

Weiterhin beteiligten wir uns an einem vom Stadtteilbüro Wesertor initiierten Straßenfest, das auf dem in der Nähe der Schule gelegenen Wesertorplatz stattfand. Bei diesem Fest ging es darum, den mit EU-Mitteln des „URBAN-Programms“ gestalteten Wesertorplatz, auf dessen komfortablen Sitzgelegenheiten sich zum Ärger der Anwohner und Geschäftsleute eine Trinkerszene niedergelassen hatte, wieder der Bevölkerung zugänglich zu machen. Hier wurde unser Stand von vielen Kindern umlagert, während die erwachsenen Bewohner es größtenteils vorzogen, aus den Fenstern und Vorgärten das ungewohnte Treiben zu beobachten.

Am Frühlingsfest des Kulturzentrums Schlachthof betreibt die Abendschule ihren Stand zusammen mit dem Hessenkolleg. Bei diesem Anlass präsentieren sich vor allem in Kassel lebende Migrantengruppen, es gibt daher ein breites kulinarisches Angebot und ein vielfältiges Programm von Musik- und Tanzgruppen. Der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen hat sich bei seinem Festrundgang schon mit Interesse über unsere Arbeit informiert. Inzwischen ist das Hessenkolleg auch auf dem Tag der Erde mit von der Partie, der in diesem Jahr am 27. April auf der zur „Flaniermeile“ umgestalteten Goethestraße stattfinden wird.

 

 

Zu Besuch in der Caricatura (1)

Wurster: Flamingo Club
Caricatura / Miriam Wurster

 

Ein Bericht von Mandy Schäfer (R2b2), 19.02.2014

Am 19. Februar 2014 besuchten wir, die Klasse R2b2, mit unserer Klassenlehrerin, Frau Kemmler, im Rahmen unseres Deutschthemas "Berichte" die seit 1996 im alten Hauptbahnhof angesiedelte "Caricatura - Galerie für Komische Kunst".

Seit 1984 eine feste Institution in Kassel, konnten dort schon zahllose Besucher im Laufe der Jahre eine beachtliche Anzahl an Ausstellungen bewundern. Auch wir hatten dieses Vergnügen, welches gleich doppelt war, denn wir sahen Karikaturen nicht eines, sondern gleich von 75 Künstlern, welche im Rahmen der Ausstellung "Die besten Karikaturen des Jahres 2013" gezeigt wurden. Einige der Künstler, wie z.B. Eugen Eger aus Wuppertal oder Katharina Kreve aus Berlin, kommen aus ganz Deutschland, manche wie z.B. Lilli Braun sind in Kassel beheimatet.

Die 300 Werke waren unterteilt in verschiedene Genres, was dem Besucher die Möglichkeit eröffnete, die unterschiedlichen Gesichtspunkte und Herangehensweisen der Karikaturisten an ein Thema direkt miteinander zu vergleichen.

Um sich von der breiten Masse der Künstler abzuheben und einen hohen Wiedererkennungswert zu erzielen, haben sich einige Künstler auf "vermenschlichte Tiere" spezialisiert, andere vermischen die althergebrachten Techniken mit den digitalen Möglichkeiten der Gegenwart und wieder andere konzentrieren sich mehr auf die Texte.

Auch gab es ein breit gefächertes Angebot an Themen von Zeitgeistphänomenen über Klassiker wie das Verhältnis von Männern und Frauen bis hin zu gesellschaftlichen und politischen Themen wie "Flaschen sammeln" und die Spionageaffäre der NSA.

Dies alles erfuhren wir von der langjährigen Kuratorin der "Caricatura", Saskia Wagner, die es sich nicht nehmen ließ, uns alles zu zeigen und zu erklären.

Zu Besuch in der Caricatura (2)

Perscheid: Obamas Plan B
Caricatura / Martin Perscheid
Beck: Betreuung statt Geld
Caricatura / Beck

Ein Bericht von Yasin Eryörük (R2b2), 19.02.2014

Am 19.2.2014 hat die Klasse R2b2 die Caricatura im Hauptbahnhof Kassel besucht, um die unterschiedlichsten Karikaturen von vielen verschiedenen Karikaturisten anzusehen.

Die Ausstellung in der Caricatura ist mit ihren vielen Cartoons auf die heutige Zeit bezogen, und diese protestieren oft mit ihrer übertriebenen Darstellung gegen die heutige Politik.
Manche Bilder versuchen, den Betrachter zum Lachen zu bringen, haben aber auch meist eine kleine Botschaft, wie z.B. der Cartoon "Obamas Plan B".

Es gab aber auch Karikaturen, die den Islam ins schlechtere Licht gerückt haben.

Alles in allem hat uns die Caricatura mit ihren zahlreichen Bildern gut gefallen.
Es hätte aber auch besser sein können, wenn es keine Diskriminierung des Islam gegeben hätte.

Poetry Slam

Bericht von M. Klagholz und Christina Matiew (R3), 6.12.2013

Am 6.12. 2013  fand im großen Foyer der Firma EON ein Poetry Slam statt. Auf Anfrage hatte sich der Veranstalter Kulturnetz Kassel bereit erklärt, die Studierenden der Klasse R3 in den Kreis der geladenen Gäste aufzunehmen, wodurch sich die bei sonstigen Unternehmungen oft schwierige Frage der Finanzierung der Eintrittspreise elegant von selber löste.

Zu Beginn erklärte der Moderator Felix Römer, ein angesagter Slammer mit rauer Stimme, die Spielregeln. Jeder Teilnehmer hat fünf Minuten Zeit für seinen Vortrag. Das Publikum entscheidet mit seinem Beifall über die Finalgegner und schließlich über den Sieger.

Sechs Slammer traten an. Beeindruckt hat uns ihre Art zu sprechen, frei und rhythmisch betont, wodurch sie sofort einen guten Kontakt zum Publikum herstellen konnten.

Thorben Schulte sprach über Wäschetrockner und Klopapier und nach einer Weile merkte man, dass dies sprachliche Bilder waren für die Enge und Bedrückung in seinem Elternhaus.

Nils Früchtenicht beschrieb sich als Schiff, das einen Hafen sucht, aber immer wieder auf dem tobenden Meer umhertreibt.

Tahi Panahi trug einen Text zum Thema „Gravitation“ vor, von dem besonders das Bild einer toten Taube auf nassem Asphalt, auf deren ausgebreitetem Flügel ein Stein liegt, hängenblieb.

Der Slammer Axel Garbelmann ließ sich vom Publikum Begriffe vorschlagen „Gummihandschuh, Straßenlaterne, Astronautennahrung“ und bewegte sich dann in seinem Text von der Küche ins Weltall und zurück. Wir überlegten hinterher lange, ob er einige gute Freunde mit lauter Stimme im Publikum platziert hatte oder ober er wirklich über so viel Fantasie und Schlagfertigkeit verfügt.

Die spätere Siegerin Leonie Warnke versetzte Märchen der Brüder Grimm in die  heutige Zeit, sie veränderte besonders die Rolle der Prinzessinnen.

Wir klatschten heftig mit, um unsere stets wechselnden Favoriten nach vorne zu bringen. Der Wettbewerb war allerdings nicht als harte Konkurrenz angelegt, denn der Siegerpreis war ein großer Frosch aus grünem Stoff. Gefallen hat uns die Mischung aus alltäglicher Sprache und ungewöhnlichen Sprachbildern, wodurch die Sehnsüchte und Ideale, die jeder Mensch in sich trägt, sehr gut ausdrückt wurden.
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Einige Informationen wurden der Rezension „Dornröschen und der Straßenstrich“ von Johannes Mundry aus der HNA vom 9.12.2013 entnommen.

 

 

Kennenlernabend der Klasse H1

Bericht der Klasse H1, 11.9.2013

Am 11.09.2013 traf sich unsere Klasse, die H1, um sich besser kennenzulernen und um einen interessanten Abend außerhalb der Schule zu verbringen. Treffpunkt dieser Veranstaltung war die Tram-Haltestelle ,,Park Schönfeld“, wo wir um 17 Uhr erscheinen sollten. Leider hatten wir nicht das beste Wetter. Es hatte geregnet und es war sehr kalt.

Gemeinsam sind wir dann gegen 17:15 Uhr zum Park Schönfeld gelaufen, um den Klangpfad zu besichtigen und auszuprobieren. Es gab verschiedene Stationen, mit denen wir uns beschäftigten, z.B. Klangspiele und vieles mehr.

Gegen 19 Uhr erreichten wir den Botanischen Garten. Es gab viele Informationsschilder, mit denen wir uns sehr gut darüber informieren konnten, was wir alles dort anfinden werden und welche Pflanzenarten es dort zu besichtigen gibt. Ungefähr 45 Minuten, haben wir uns dort in kleinen Gruppen aufgehalten. Was wir besonders interessant fanden, waren die fleischfressenden Pflanzen in einem Terrarium und die kleine Bücherei mitten im Grünen. Dort konnte man sich Bücher jeglicher Art ausleihen, sich ein gemütliches Plätzchen im Botanischen Garten suchen und mal die Seele baumeln lassen. Als Abschluss im Botanischen Garten haben wir ein Klassenfoto machen lassen.

Anschließend sind wir zur Tram-Haltestelle ,,Park Schönfeld‘‘ gelaufen, um gemeinsam mit der Bahn zum Friedrichsplatz zu fahren, weil wir als nächstes Documenta-Kunst besichtigen wollten. Am ,,Diarahmen‘‘ haben wir dann nochmals ein Klassenfoto gemacht. Nun waren wir echt durchgefroren und kaputt, also haben wir die letzte Tagesplanung angetreten: Ein gemeinsames Kaffeetrinken in dem ,,Café Treff am Kö‘‘, was wir dank eines unserer Klassenkameraden organisieren konnten. Von dem Friedrichsplatz aus, waren es höchsten 5 Minuten Fußweg und wir hatten unser letztes Ziel erreicht. Gemütlich saßen wir als Klasse draußen, haben geplaudert und uns unser Essen und Trinken gut schmecken lassen bis zum Ende der Veranstaltung.

Im Ganzen war es ein sehr schöner Abend mit vielen tollen Erlebnissen. Und es hat uns als Klasse sehr geholfen,  sich besser kennenzulernen.

Wir würden es jederzeit wiederholen!

 

 

Neue Galerie

Bericht von M. Klagholz (R1), 24.1.2013

Im Zusammenhang mit der Unterrichtseinheit „Bildbeschreibung“ im Deutschunterricht der Klasse R1 besuchten Studierende des ersten Semesters mehrfach das Museum „Neue Galerie“ an der Frankfurter Straße. Der letzte Unterrichtsgang dieser Art fand am 24.1.2013 statt.

Nach einer kurzen Einführung zur räumlichen Orientierung  gehen die Teilnehmer einzeln im Museum umher und suchen sich ein Bild aus, das sie anschließend an Hand der gemachten Notizen bei einem gemeinsamen Rundgang der ganzen Gruppe vorstellen. Meist werden Personendarstellungen gewählt, aber auch Landschaftspanoramen und sogar abstrakte Werke.

Die ausgesuchten Bilder von einem anderen Standort des Museums aus zu finden, kann zu einer Herausforderung werden. Auch achten die Vortragenden nicht immer darauf, bei den Erläuterungen den Abstand von mindestens zehn Zentimetern vor der Bildoberfläche einzuhalten und lösen dann mit einem Wink des Zeigefingers einen Alarmton aus, der wiederum mehrere Aufsichtspersonen herbeieilen lässt. Gelegentlich bleiben andere Museumsbesucher stehen, folgen den Vorträgen und steuern eigene Beobachtungen bei.

Anlässlich einer Ausstellung über die Malerfamilie Tischbein ergab sich zudem die Möglichkeit das Original des Gemäldes „Goethe in der Campagna“ zu sehen, das normalerweise im Frankfurter „Städel“ ausgestellt wird. Eine gemalte Kopie des Bildes hängt im Treppenhaus unserer Schule. Die qualitativen Unterschiede zwischen Original und Kopie sind selbst für Laien ersichtlich und die Teilnehmer des Rundgangs hatten danach eine neuen Blick auf das Bild, an dem sie zuvor viele Male achtlos vorbei gegangen waren. Auch die Geschichte des Gemäldes fand Interesse. Goethe und Tischbein wohnten zur Zeit seiner Entstehung in einer Art Wohngemeinschaft in Rom. Die dort ebenfalls entstandenen Skizzen zeigen den Namensgeber unseres Schulgebäudes in legerer Kleidung und Pose und bilden einen spannenden Kontrast zu der idealisierten Darstellung auf dem Gemälde.

Eine andere Lerngruppe verfolgte die Entstehungsgeschichte des Goethe-Porträts von Andy Warhol, das als Siebdruck die Fassade der Goetheschule schmückt und sich des Tischbein-Motivs als Vorlage bedient.

Mit diesen Besuchen, die vom Förderverein der Abendschule finanziell unterstützt werden, soll in erster Linie die kommunikative Kompetenz und Sprachfähigkeit der Studierenden gefördert werden. Darüber hinaus ist zu hoffen, dass sich bei den gemeinsamen Besuchen ein wenig Schwellenangst vor Orten abbaut, die die zahlreichen kulturellen Schätze der Stadt Kassel beherbergen. Einige Studierende, vor allem solche mit Migrationshintergrund,  haben nach dem Klassenbesuch mit der Familie oder mit Freunden das Museum aufgesucht und  das Erlebte weitergegeben.

 

 

Documenta 2012

Bericht von M. Klagholz (R4), 4.8.2012

Am 24.8.2012 besuchte die Klasse R4 die alle fünf Jahre in Kassel stattfindende Weltausstellung für moderne Kunst. Der Rundgang begann am Kulturbahnhof, wo die aus Holz gefertigte begehbare Nähwerkstatt des ungarischen Künstlers Istvan Csahany den stärksten Eindruck hinterließ. Das Werk setzt sich mit der Problematik der globalen Arbeitsteilung auseinander, besonders mit den Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Billiglohnländern. Dieses Thema wurde parallel dazu im HpB-Unterricht behandelt.

Ob der vor den Ausstellungshallen lagernde große Schrotthaufen Kunst sei, diese Frage wurde nach mehrmaligem Umrunden und langen Diskussionen eher negativ entschieden, auch die dem Haufen entnommenen Teile, die auf weißen Podesten in einer Nebenhalle präsentiert wurden, fanden wenig Anklang.

Auf dem Weg zum Fridericianum standen wir lange bei einem Straßenkünstler, der mit Spraydosen und Spachteln Bilder von Sonnenuntergängen und Palmenstränden anfertigte und diese umgehend an sein Publikum verkaufte. Seine Kunstfertigkeit war bestechend, warum hatte man ihn nicht auf die Documenta eingeladen?

Im Fridericianum verweilte die Klasse in einem von Kader Attia gestalteten Raum, in dem Skulpturen und Fotos von Menschen mit Kriegsverletzungen wie in einem Depot bei schummriger Beleuchtung in Regalen und an den Wänden aufbewahrt wurden. Dieser Raum lud geradezu zum Zeigen und Entdecken ein, enthielt aber auch für empfindsamere Gemüter einige Zumutungen.

Für ein Klassenfoto sammelten wir uns daher lieber vor der großen Fototapete eines Palastes in Kabul, wo unserer Fotografin Maria Koltyschew ein beeindruckendes Foto gelang.

Zum Abschluss bestaunten wir die beweglichen Motoren und Scheibenwischer und die riesigen aus unzähligen kleinen Bildern zusammengesetzten Flugzeugbilder von Norbert Bayrle in der Documenta-Halle.

Insgesamt lautete das Urteil, ein gelungener gemeinsamer Abend mit vielen unterschiedlichen Beobachtungen und interessanten Gesprächen.

 

 

„Abschluss 2.0“ – Schulfest 2012 war voller Erfolg

Donnerstag, 28.06.2012

Mit klassenbezogenen Projekttagen und einem gemeinsamen Fest am letzten Schultag ließ die Abendschule Kassel das diesjährige Sommersemester fröhlich und beschwingt ausklingen. Zum Schulfest kamen viele Studierende, Freunde, Lehrer und auch Ehemalige und feierten miteinander. Alle Klassen und Lehrer waren an dem bunten Programm im Gebäude sowie dem Markt der Möglichkeiten auf dem Schulhof beteiligt.

Dem Fest waren drei schulweite Vorbereitungstage vorgeschaltet, an denen sowohl Lehrer als auch Studierende verschiedene Projekte bearbeiteten. Während des Schulfests stellten die Beteiligten dann ihre Ergebnisse in Form von Ausstellungen, einem Bühnenprogramm, Multimediapräsentationen oder einem Markt der Möglichkeiten vor.

Die Programmpunkte

Ein sehenswerter Film über die Abendschule, den die Klasse R1b1 von Frau Böhmer als Gemeinschaftsprojekt mit dem Offenen Kanal drehte, wurde während des Schulfestes uraufgeführt.

Toleranz, multikulturelle Vielfalt und Integration sind wichtige Themen unserer Zeit. Die R1b2 von Herrn Fischer zeigte in einer Ausstellung mit Kostümen und kulinarischen Genüssen Kurzporträts der Länder, aus denen unsere Studierenden kommen.

Der Frage nach Recht und Gerechtigkeit bzw. nach richtigem und falschem Handeln ging die R1b3 von Herrn Huber unter der Regie von Jennifer Dubielzig im Rahmen des Bühnenprogramms mit dem Projekt „Recht und Gerechtigkeit“ auf den Grund. Das gesamte Bühnenprogramm wurde von den Schulsprechern Laura Ludwig und Marcel Bartsch souverän moderiert.

Da die Abendschule Kassel eine Schule für berufstätige Erwachsene ist, sind Beruf, Familie und schulisches Lernen oftmals schwer miteinander zu vereinbaren. Wie das dennoch erfolgreich geht, zeigten uns die R2-Klassen von Frau Lüsse und Herrn Thomas in einer Ausstellung.

Die gymnasialen Vorkursklassen präsentierten die Literaturepoche des „Sturm und Drang“ und stellten Bertolt Brecht und Carl Zuckmayer als Vertreter der deutschen Exilliteratur mit Hilfe ausgewählter Texte vor. In weiteren Vorträgen in englischer Sprache wurden die Länder Australien und Neuseeland mit ihren indigenen Kulturen der Aborigines bzw. der Maori den Zuhörern nahegebracht.

Die E2 von Frau Gunkel war schon mal probeschnuppern in der Universität Kassel. Sie berichteten im Rahmen des Bühnenprogramms von einem Probeseminar.

Nebenbei konnte man am Stand der Q1 von Herrn Pfläging auf dem Schulhof beim Büchsenwerfen Melonenstücke gewinnen. Eine willkommene Erfrischung an diesem Sommerabend, nicht nur für die Kinder!

Was passiert eigentlich, wenn man Pendel unterschiedlicher Länge gleichzeitig zum Schwingen bringt? Dieses Phänomen zeigte und erklärte uns die Q3 von Herrn Eckert im physikalischen Experiment „Pendulum Waves“ im Laufe des Abends.

Zu einem richtigen Schulfest gehört auch eine angemessene Verabschiedung der Abschlussklassen. Deshalb gab es für alle um 18 Uhr ein Festprogramm. Dieses wurde von Herrn Dr. Prömmel moderiert und multimedial von Mathias Semm umrahmt.

Die Abschlussklassen H2, R4b1 und R4b2 hatten für diesen Anlass die Aula festlich dekoriert. Im musikalischen Teil waren Klavierstücke von Frédéric Chopin und Franz Liszt zu hören und zwei Musikstudentinnen trugen Ausschnitte aus Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“ szenisch vor.

Am Abend heizten uns dann die „Tomatoe Stars“ richtig ein und rockten die Schule! Diese hatte Tobias Aderhold für das Fest gewonnen.

Während des gesamten Schulfests gab es natürlich viel zu sehen, zu fragen, zu erzählen, zu erleben. Auch für eine Kinderbetreuung war durch Saskia Römer gesorgt. Für Sicherheit bzw. Security sorgte die R3 von Frau Klagholz. Ein ruhiger Ablauf des gesamten Schulfests war somit sichergestellt.

 

Das Organisationsteam sowie die Schulleitung danken ganz herzlich allen Sponsoren für die große Unterstützung: Die Kasseler Sparkasse unterstützte das Fest und spendete Preise für die Tombola. Herr Dr. Prömmel, Frau Böhmer und Herr Fischer organisierten eine Prosecco-Lounge für die Absolventen. Das Lehrerkollegium stellte attraktive Preise für die von Frau Irimia und Frau Matyssek betreute Tombola zur Verfügung. Und auch der ehemalige Schulleiter, Herr Biener, unterstützte die Veranstaltung.

Ein weiteres Dankschön gilt Frau Stoye, die das tolle Kuchenbuffet organisierte sowie Pascal Haertel und Svenja Knop, die für kühle Getränke und leckeres Essen sorgten. Die Erlöse aus den Verkäufen und der Tombola kommen dem „Förderverein der Abendschule Kassel“ zugute.

Schließlich verdient das Organisationsteam (Barbara Böhmer, Pascal Haertel, Dr. Andreas Prömmel und Mathias Semm) besonderen Dank und Anerkennung. Sie haben innerhalb kurzer Zeit das Pro­gramm auf die Beine gestellt, die Beteiligten für Projekte gewonnen, viel Mühe in die Koordinations­arbeit investiert und so für das gute Gelingen des Schulfests gesorgt.

   
  

Besuch des Brüder-Grimm-Museums

Bericht von Tea Fijavz (E2b2), 1.2.2012

Wie allgemein bekannt, ist in der letzten Woche eines zu Ende gehenden Semesters bei allen so ziemlich die Luft raus. Die Arbeiten sind geschrieben, Präsentationen gehalten und Noten vergeben. Man „wartet“ eigentlich nur noch auf den Beginn des bevorstehenden Semesters.

Wir, die E2b2 des Wintersemesters 2011/12, haben der allgemeinen Warterei mit etwas Kultur entgegengewirkt.

Da sowohl die Geschichte der Gebrüder Grimm als auch die allgemeine Geschichte des Märchens thematischer Bestandteil unseres auslaufenden Semesters waren, haben wir die Chance genutzt, um dem gerade fertig sanierten und wieder eröffneten Brüder-Grimm-Museum im Palais Bellevue an der Schönen Aussicht einen Besuch abzustatten.

Die Dauerausstellung des Museums erstreckt sich über mehrere Etagen und beschäftigt sich mit dem Leben und den Werken der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm.

Wir haben uns auf eine kleine Zeitreise begeben und so interessante Infos zu wichtigen Stationen im Leben der Brüder Grimm erhalten.

Die Ausstellung liefert nicht nur Wissenswertes über die wichtigen Jahre, in denen die Brüder in Kassel gelebt und gearbeitet haben. Wir haben ebenso Aufschlussreiches über ihre Jugend und die Anfangszeit erfahren, aber auch Näheres zu anderen Familienmitgliedern wie bspw. dem „Malerbruder“ Ludwig Emil Grimm. Auch Informationen zu wichtigen Personen im Leben der Brüder wie bspw. der  „Märchenfrau“ Dorothea Viehmann kommen in der Ausstellung nicht zu kurz.

Zu den zahlreichen Exponaten gehören unter anderem ein Sofa aus Jacob Grimms Arbeitszimmer sowie die Handexemplare der deutschen Grammatik. Das eindrucksvollste Ausstellungsstück ist aber das Handexemplar der Kinder- und Hausmärchen aus dem Jahr 1812, welches zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählt und hinter dickem Glas, sehr gut geschützt, zu bewundern ist.

Im Erdgeschoss finden temporäre Sonderausstellungen ihren Platz. Die aktuelle, sehr interessant gestaltete Sonderaustellung läuft bis Anfang Mai und beschäftigt sich mit der Geschichte der Kinder –und Hausmärchen im Allgemeinen.

Uns hat das wiedereröffnete Brüder-Grimm-Museum sehr gut gefallen und dank der kompetenten Führung sind keine Fragen offen geblieben.

Hier auch ein Dank an den Förderverein der Abendschule, welcher die Kosten der Führung übernommen hat.

Und wer von zu viel Kultur geschafft sein sollte, kann im nahe gelegenen Bolero ein wenig verschnaufen. Was wir, vorbildlich wie wir sind, natürlich auch gemacht haben und so unser Semester haben ausklingen lassen.
   
  

Schule einmal anders – Priester zu Besuch

Bericht von Martin Wende (Q2), 25.01.2012

Zum Abschluss des Semesters und zur Auflockerung des Unterrichts luden wir, die Q2 des Wintersemesters 2011/12, einen katholischen Pfarrer in den Unterricht ein.

Viele werden sich nun fragen, warum ein Pfarrer in der Schule? Nun ja, das ist im Grunde ganz einfach. Im Rahmen des Deutschunterrichts behandelten wir während des Semesters den Themenbereich „Redeanalyse“. Einer unserer Mitstudierenden hielt eine Präsentation über die Predigt, welche eine Spezialform der Rede darstellt. Darin ging es um den Aufbau einer Predigt und die Verwendung von rhetorischen Mitteln.

Um sich eine Predigt einmal live anzuhören, wurde nach Rücksprache mit der Deutschlehrerin Frau Kemmler Herr Pfarrer Günst, katholischer Pfarrer der Gemeinden Herz Jesu und St. Theresia in Kassel, den ein Studierender kennt, eingeladen.

Die Predigt begann mit dem Untergang der Costa Concordia vor der italienischen Küste, thematisierte dann das Problem der Verantwortung und endete mit Überlegungen darüber, was man tun kann, um nicht mit dem eigenen Leben Schiffbruch zu erleiden.

Anschließend gab es eine Diskussionsrunde, in der Fragen zum Aufbau und der Gestaltung der Predigt von der Klasse gestellt wurden.

Insgesamt betrachtet war das Interesse der Klasse sehr hoch und der Priesterbesuch eine gelungene Abwechslung.
 

Kennenlernabend der Klasse R1b2

Bericht von Marian Schmidt, 29.09.2011

Ursprünglich wollten wir zusammen essen gehen, aber aufgrund der fehlenden Bafögzahlungen gingen wir stattdessen Eis essen. Im Prinzip eine gute Idee, um sich besser kennen lernen zu können.

Nach dem Treffen im Eiscafé und dem Besuch einer Ausstellung gingen wir durch die Stadt ins Theater. Die Vorführung, die wir uns ansahen, hieß „Leonce und Lena“.

In dem Stück geht es um einen Prinzen, der seine komplette Umgebung verachtet: Prinz Leonce verachtet den Beruf seines Vaters, den Wohlstand, der ihn umgibt, und seine Geliebte, die ihn auf Dauer langweilt.

Mit einem Deserteur namens Valerio fühlt er plötzlich eine gewisse Verbundenheit und schließlich macht er sich mit ihm auf die Reise nach Italien, um der von seinem Vater geplanten Hochzeit mit der ihm unbekannten Prinzessin Lena zu entfliehen…

Im Großen und Ganzen haben wir uns besser kennen gelernt und einen interessanten Abend gehabt.

Bericht von Lisa Hannawald, 29.09.2011

Kurz bevor wir es wie unsere Nachbarklasse aufgeben wollten, war es soweit und wir haben es doch noch geschafft, ein Programm für den Abend aufzustellen, welches genehmigt wurde.

Ich finde die Idee eines Kennenlernabends ist eine sehr gute, jedoch sollten die Rahmenbedingungen noch einmal ein wenig überdacht werden. Es geht um das Kennenlernen untereinander, wozu z.B. Grillen oder Bowlen besser geeignet wäre. Leider wurde unser Grillabend nicht gestattet und Bowling war uns ein wenig zu teuer, da bei den meisten der Bafög-Antrag noch nicht durch war. Klar ist das Theaterbesuchen auch eine schöne Aktion, nur eben suboptimal zum Kennenlernen. Danke hier nochmal an den Förderverein, der den Theaterbesuch überhaupt erst möglich machte!

Getroffen haben wir uns in einem Café am Königsplatz. Langsam kamen alle nach und nach an und wir schlürften gemeinsam ein Tässchen Kaffee oder aßen Eis.
Gemeinsam zogen wir nochmal los, um uns im City-Point die Krabbeltierausstellung anzusehen.

Um 19 Uhr waren wir dann am Theater. Das Stück, welches wir uns ansehen wollten, heißt "Leonce und Lena". Ein neues Stück mit aktueller Thematik, was die Erfüllung der in die Wiege gelegten Pflichten angeht und modern in der Aufmachung schien.

Bevor wir in das Theater konnten, lauschte man in der Lounge noch dem viel zu leise sprechenden Herren, der über das Stück erzählte. Es dauerte schier unendlich -so schien es mir- und ich schielte zur Theke hinüber, ob irgendwo die Preise für Getränke standen.

Meinen Mitstudenten ging es ähnlich und einige kauften sich ein Bier. Als wir dann in den Saal gelassen wurden, war ich ganz froh, dass ich mir keines bestellt hatte, denn unsere Kameraden durften mit ihrem Bier nicht in den Raum und mussten es sich so die Kehle herunterzwingen, damit sie es noch zeitlich schafften, hineinzukommen.

Man merke sich also, dass man sich kurz vor der Vorstellung wohl besser nichts zu trinken kauft, außer man möchte das Stück auf einer anderen Ebene wahrnehmen.

Das Stück selber kam im Großen und Ganzen relativ gut an.
Die schauspielerische Leistung der Akteure fand ich persönlich gut. Wenige Schauspieler in verschiedenen Rollen, die sie alle gut gespielt haben.
Manchmal war es für einige von uns verwirrend, dass sich das Bühnenbild nie änderte und so ein Szenenwechsel schwer zu erkennen war. Gegen Ende überschlugen sich ein wenig die Ereignisse und es fehlte ein Stück vom Handlungsstrang; da hätten sie lieber den Anfang kürzer halten sollen.
Die Dialoge waren teils wirklich gelungen und haben einem kurz zu denken gegeben. Allerdings war das Stück auch nichts, was einen noch lange danach beschäftigt hätte, da es eher oberflächlich gehalten war und ein bisschen die Tiefe fehlte. So konnte man zu den Charakteren auch nicht so wirklich eine Bindung aufbauen.

Das fand wohl auch der ältere Herr in der Sitzreihe neben uns, der ab der Hälfte des Stückes ein ausgiebiges Nickerchen machte.

Als das Stück zu Ende war, gingen alle ziemlich schnell ihrer Wege, ganz so, als hätte man die Klingel schellen hören zum Unterrichtsende.

Was aber auf jeden Fall immer eine spannende Sache ist, ist die Mitstudenten und Lehrer einmal innerhalb ihres natürlicheren Lebensraumes zu betrachten und nicht nur in der Schule mitzuerleben.
 

Gelungener Theaterabend am 3. Mai 2011

Das Theater Willy Praml aus Frankfurt/Main gastierte vor den Sommerferien 2011 an der Abendschule Kassel. Statt des Unterrichts besuchten an diesem Abend alle Studierenden in der Schulaula das Theaterstück "Reineke Fuchs" von J. W. von Goethe und nahmen an dem sich anschließenden Theaterworkshop teil.

Zu Beginn gab der Regisseur Willy Praml einige Informationen zum Gang der Handlung. Dann begann das Theaterstück: Vier Schauspieler und eine Pianistin schlüpften in rasendem Wechsel und spielstark in die Rollen zahlreicher Tiere und zogen mit ihrem ausdrucksvollen Spiel die Zuschauer in ihren Bann.

In Goethes Stück soll Reineke, der so viele Tiere ermordet und so vielen geschadet hat, zur Rechenschaft gezogen werden. Er wird sogar zum Tod am Galgen verurteilt, doch es gelingt ihm mit vielen üblen Tricks, dass seine Widersacher ins Gefängnis wandern. Er selbst sichert sich die Unterstützung des macht- und geldgierigen Königs und wird am Ende von diesem sogar zum Reichskanzler ernannt.

Nach der Aufführung gab es ein Gespräch, bei dem die Schauspieler und der Regisseur Fragen der Zuschauer beantworteten. Z.B. wollten einige staunende Studierende wissen, wie es möglich sei, dass vier Schauspieler ganz synchron chorisch sprechen können. Eine Antwort gab es in dem sich anschließenden Theaterworkshop.

Die Zuschauer boten einen der zentralen Sätze des Theaterstücks "Kleine Diebe hängt man, die großen mögen das Land und die Schlösser verwalten"  mit großem Vergnügen in verschiedenen Haltungen und Konstellationen dar und zum Schluss sprach der ganze Saal den Satz wie ein Riesenchor.

Die Spannung stieg weiter bei den Improvisationsübungen. Studierende stellten mit zum Teil beeindruckendem schauspielerischen Talent Tiere dar, und die Zuschauer mussten erraten, um welches Tier es sich jeweils handelte. Besonders begeistert waren die Zuschauer, als zum Schluss noch die Lehrer auf die Bühne gebeten wurden und sich in Tiere verwandelten: So watschelte ein Lehrer-Pinguin übers rutschige Eis und ein besonders gelenkiger pädagogischer Grashüpfer sprang unter großem Applaus durch den Bühnenraum.

Bildergalerie zur Theaterveranstaltung

Veranstaltung "Ehemalige erzählen"

mit Catharina Hübner, Abitur 1989

Am 10. März 2011 kam die ehemalige Studierende Catharina Hübner zu einem Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Ehemalige erzählen" an die Abendschule Kassel. Frau Hübner hatte nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung zur fernmeldetechnischen Assistentin gemacht und war in diesem Beruf auch tätig. Sie besuchte dann das Abendgymnasium und legte 1989 das Abitur ab. Danach studierte sie zunächst Film an der Hochschule für Künste in Bremen und später Psychologie an der Universität Oldenburg. Zurzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der gleichen Universität im Centrum für lebenslanges Lernen und betreibt außerdem eine eigene Praxis für Fortbildung und Supervision.

An diesem Abend sprach sie über ihren Bildungsgang in Schule und Universität, ihre Arbeit bei Filmprojekten und in einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Aus ihrer beruflichen Perspektive heraus war ein Schwerpunkt ihres Vortrags die psychische Lage von Kindern und Jugendlichen in unserer heutigen Gesellschaft. Außerdem richtete Catharina Hübner ihren Blick auf die besondere Situation von Schülern auf dem Zweiten Bildungsweg und sagte viel Erhellendes über die Psychodynamik, die in einem Menschen und in seiner Familie bzw. seinem sozialen Umfeld entsteht, wenn dieser sich als Erwachsener auf den Weg zu einem anderen, höheren Bildungsabschluss macht und vielleicht auch sein ganzes Leben neu orientiert.

Hören wir, wie Edna Stumpff (zurzeit Studierende des Abendgymnasiums) die Veranstaltung empfand:
"Viele Studierende nahmen an Catharina Hübners Vortrag teil - und das im wahrsten Sinne... Die Referentin berichtete nicht nur ausführlich und auf sehr erfrischende Art über ihren außergewöhnlichen Werdegang bis hin zu ihrem jetzigen Beruf als Psychologin, sondern bezog alle Anwesenden durch relevante Zwischenfragen immer wieder in ihre Erzählungen mit ein."

Ein gelungener Abend, den die meisten vorab wahrscheinlich so nicht erwartet hatten.

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